Thomas Mann
Thomas Mann wurde am 6. Juni 1875 in Lübeck als Sohn eines Senators und Großkaufmanns geboren. Nach dem Tod seines Vaters zog er 1894 nach München, wo er zunächst arbeitete und später als freier Schriftsteller lebte. Zwischen 1895 und 1898 hielt er sich überwiegend in Italien auf. Nach 1933 ging er ins Exil und lebte zunächst in der Schweiz, später von 1938 bis 1952 in den USA, unter anderem als Gastprofessor in Princeton und in Kalifornien. 1952 kehrte er in die Schweiz zurück. Er starb am 12. August 1955 in Kilchberg bei Zürich. Thomas Mann zählt zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Zu seinen wichtigsten Werken gehören Buddenbrooks, Der Zauberberg, Tod in Venedig, Joseph und seine Brüder und Doktor Faustus. Für den Roman Buddenbrooks erhielt er 1929 den Nobelpreis für Literatur. Sein Stil zeichnet sich durch eine anspruchsvolle Sprache, psychologische Tiefe und die Verbindung von realistischen Erzählungen mit gesellschaftlichen und philosophischen Themen aus.
[vgl. Ulrich, Margot (1986): Thomas Mann. In: Lang, Carl Ludwig (Hrsg.): Deutsches Literatur-Lexikon. Biographisch-Bibliographisches Handbuch. Zehnter Band: Lucius-Myss. Dritte, völlig neu überarbeitete Auflage. Bern / München: Francke Verlag. Seite 327f]