1954
Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
- Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull: der Memoiren erster Teil
Inhalt
Der junge Felix Krull entdeckt früh seine außergewöhnliche Begabung, Menschen zu bezaubern und sich in andere Rollen zu verwandeln. Mit Charme, Fantasie und einer gewissen Skrupellosigkeit bahnt er sich seinen Weg durch Gesellschaftsschichten, die ihm eigentlich verschlossen bleiben. Zwischen Selbstinszenierung und Wahrheit entsteht das faszinierende Porträt eines Mannes, der sein Leben zur Kunstform macht.
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Bewertungen (1)
+2 PunkteEs ist unendlich schade, dass Mann die Memoiren von Felix Krull nicht beendet hat.
Mir ist der Hochstapler Felix Krull dermaßen lieb geworden, dass ich mich danach verzehre zu erfahren, wie sein Leben nach Beendigung der Weltreise weitergegangen ist. Der Roman behandelt intensivst das Thema Schein und Sein auf der individuellen Ebene. Felix spielt so intensiv seine einzelnen Rollen, dass die Frage besteht, wer oder wie ist eigentlich Felix wenn er keine Rolle spielt. Auf sehr humorvolle Weise analysiert Felix die Menschen seiner Umwelt, findet heraus was diese im Grunde brauchen und wird zu einer perfekten Bedürfnis-Erfüllungsmaschine. An manchen Stellen ist der Roman etwas langatmig, wenn verschiedene philosophische Themen abgehandelt werden, die eine nur mäßig interessieren. Beispielsweise habe ich Felix Gespräch mit dem Kurator im Zug als lähmend empfunden. Die geäußerten Gedanken sind mitunter zwar sehr interessant, kommen aber in einer solchen Fülle vor, dass mir das einfach zu viel wird. Ich brauche ein gewisses Maß an Handlung. Dennoch habe ich alles in allem dem Roman als wirkliche Wohltat empfunden. Der Schreibstil ist wunderschön und die Abenteuer von Felix Krull sind einfach unverschämt witzig.
Buch: Deutsche Buch-Gemeinschaft
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