Gottfried Keller

Gottfried Keller

1819–1890

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Gottfried Keller wurde am 19. Juli 1819 in Zürich, Schweiz, geboren und starb am 15. Juli 1890 ebenfalls in Zürich. Er stammte aus ärmlichen Verhältnissen, und sein Vater starb früh im Jahr 1824. Keller besuchte die Industrieschule in Zürich, wurde jedoch verwiesen, und bildete sich anschließend autodidaktisch weiter. Zwischen 1840 und 1842 arbeitete er als Maler in München und knüpfte Kontakte zu Persönlichkeiten wie Herwegh, Freiligrath und Hoffmann von Fallersleben. 1842 kehrte er nach Zürich zurück, unterstützt von seiner Mutter. 1846 veröffentlichte er seine Gedichte, und 1848/49 erhielt er ein Stipendium für ein Studium in Heidelberg, wo er Ludwig Feuerbach kennenlernte. Von 1850 bis 1855 hielt er sich in Berlin auf und verfasste Novellen und Erzählungen, darunter „Leute von Seldwyla“ und die erste Fassung des „Grünen Heinrichs“. Ab 1861 war Keller erster Stadtschreiber in Zürich. In dieser Zeit entstand ein umfangreiches erzählerisches Werk, und er pflegte Bekanntschaften mit Autoren wie Paul Heyse, Theodor Storm und Richard Wagner. Ab 1882 litt er zunehmend unter gesundheitlichen Problemen, die sein weiteres Schaffen einschränkten.

[vgl. Bockholt, Volker / et al. (2009): Gottfried Keller. In: Arnold, Heinz Ludwig (Hrsg.): Kindler Literatur Lexikon. Band 8 Igi-Ker. 3. völlig neu bearbeitete Auflage. Stuttgart/Weimar: Verlag J.B. Metzler. Seite 768]

Werke (20)