1872
Dorotheas Blumenkörbchen
Aus der Sammlung: Sieben Legenden
Inhalt
In dieser der Sieben Legenden entwirft Keller das bewegende Porträt der Patriziertochter Dorothea, die zwischen Pflichtbewusstsein und Leidenschaft hin‑ und hergerissen ist und sich in den stillen Theophilus verliebt, dessen Zögern und missverstandene Eifersucht ihre Liebe auf eine harte Probe stellen. Als Dorothea, aus Versehen missinterpretiert, den vermeintlich reichen Fabricius erwähnt, zieht sich Theophilus enttäuscht zurück – und Dorothea erkennt, dass wahre Zuneigung weder Besitz noch Eifersucht braucht. Keller verwebt in dieser Legende mit feiner psychologischer Einsicht, religiöser Symbolik und erzählerischer Kraft eine Geschichte von Liebe, Missverständnis und innerer Wandlung.
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