1921
Der weiße Dominikaner
Inhalt
Der Adlige Christoph Taubenschlag sucht nach einem Ausweg aus innerer Leere und äußerem Verlust. Seine Begegnungen führen ihn an die Grenze zwischen sichtbarer Welt und geistiger Wirklichkeit. Manche Pilgerreisen beginnen erst, wenn alle vertrauten Wege enden.
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Bewertungen (1)
-1 PunkteSehr unbefriedigend! Nicht mehr empfehlenswert
Ich muss leider eingestehen, dass das hier Meyrinks schwächster (schlechtester) Roman war, den ich je gelesen habe. Zuerst das positive: Die Hauptfigur ist prinzipiell interessant, sein Leben und seine Nachbarn sind eigentlich ein stabiles Grundgerüst für eine gute Geschichte. Sogar die im Buch enthaltene Liebesgeschichte hatte Potential. Dennoch: Sonst hat sich Meyrink bei jedem seiner Bücher einen geschlossenen Kult herausgesucht und irgendeine Figur ist im Rahmen dieses Kultes irgendwie zum Bewusstsein erwacht. In dieser Werk allerdings, war es ein inkonsistentes Wirrwarr aus Träumen, deren Bezug zueinander mir völlig verschlossen geblieben ist. Zwar werden die falschen Propheten philosophisch wunderbar in der Geschichte aufgearbeitet. Aber was ist Meyrinks Lösung gegen die falschen Weisen, die einem in Träumen begegnen: DER GEHEIM-GRIFF!!! Die falschen Weisen beherrschen das gesamte rhetorische Arsenal der echten Erleuchteten, aber glücklicherweise hat ihnen niemand den geheimen Griff gezeigt :) So enttarnt man sie in seinen Visionen! Schon viel früher konnte ich das Werk nicht mehr ernst nehmen. Und dann endet die Geschichte auch einfach so aus dem Nichts wo man sich fragt: Was wollte der Autor hier eigentlich aufbauen. Sehr unbefriedigend!
Buch: Bunte Blätter Band 5
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