Jack London
Jack London, mit bürgerlichem Namen John Griffith London, wurde am 12. Januar 1876 in San Francisco geboren und starb am 22. November 1916 in Glen Ellen, Kalifornien. Er wuchs als uneheliches Kind in sehr armen Verhältnissen auf und führte ein bewegtes Leben. Bevor er Schriftsteller wurde, arbeitete er unter anderem als Fabrikarbeiter, Seemann, Goldsucher und Reporter im Russisch-Japanischen Krieg. Er lebte und wirkte vor allem in Kalifornien, bereiste aber auch Alaska und die Südsee, die später wichtige Schauplätze seiner Werke wurden. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Der Ruf der Wildnis“, „Der Seewolf“, „Die eiserne Ferse“, „Martin Eden“, „König Alkohol“ und „Abenteuer des Schienenstrangs“. Viele seiner Geschichten beruhen auf eigenen Erlebnissen und verbinden spannende Abenteuer mit gesellschaftlichen Themen. Jack Londons Schreibstil zeichnet sich durch eine Mischung aus Naturalismus und Romantik aus. Er schrieb eindrucksvolle Tiergeschichten und Abenteuerromane, in denen oft der Kampf ums Überleben, die Kraft der Natur und der Konflikt zwischen Instinkt und Moral im Mittelpunkt stehen. Gleichzeitig verarbeitete er sozialkritische Ideen und schilderte die Lebensbedingungen der einfachen Menschen. Seine Werke sind spannend erzählt und wirken durch ihre lebensnahen Beschreibungen besonders authentisch.
[vgl. Hornung, Alfred (1992): Jack London. In: Lexikon Amerikanische Literatur. Mannheim /et al.: Meyers Lexikonverlag. Seite 194]