Hermann Hesse
Hermann Hesse wurde am 2. Juli 1877 in Calw (Württemberg) geboren und starb am 9. August 1962 in Montagnola im Tessin (Schweiz). Er wuchs in einer Missionarsfamilie auf und besuchte die Klosterschule Maulbronn, die er jedoch vorzeitig verließ. Anschließend arbeitete er unter anderem als Mechaniker sowie als Buchhändler und Antiquar in Tübingen und Basel, bevor er 1904 freier Schriftsteller wurde. Von 1904 an lebte Hesse in Gaienhofen am Bodensee und war ab 1907 auch als Mitherausgeber der Zeitschrift „März“ sowie als Autor für wichtige Kulturzeitschriften tätig. 1919 zog er dauerhaft nach Montagnola und nahm 1923 die Schweizer Staatsbürgerschaft an. Sein Werk umfasst Romane, Novellen, Lyrik und Essays. Im Mittelpunkt stehen häufig Themen wie Selbstfindung, innere Konflikte und spirituelle Entwicklung. Sein Stil ist stark introspektiv, psychologisch geprägt und verbindet westliche und östliche Denkansätze. Zu seinen wichtigsten Auszeichnungen zählen der Nobelpreis für Literatur (1946), die Ehrendoktorwürde der Universität Bern (1947) und der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1955).
[vgl. Goff, Penrith (1979): Hermann Hesse. In: Lang, Carl Ludwig (Hrsg.): Deutsches Literatur-Lexikon. Biographisch-Bibliographisches Handbuch. Siebenter Band: Haab-Hogrebe. Dritte, völlig neu überarbeitete Auflage. Bern / München: Francke Verlag. Seite 1073]