Gustav Freytag

Gustav Freytag

1816–1895

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Gustav Freytag wurde am 13. Juli 1816 in Schlesien geboren und starb am 30. April 1895. Nach seiner Tätigkeit als Privatdozent für deutsche Sprache und Literatur in Breslau entschied er sich für das Leben als freier Schriftsteller. Außerdem arbeitete er als Herausgeber der Zeitschrift Die Grenzboten, die im 19. Jahrhundert ein wichtiges politisch-literarisches Organ des deutschen Bürgertums war. Zu seinen wichtigsten Werken gehören die Dramen Valentine (1846) und Graf Waldemar (1847), der erfolgreiche Roman Soll und Haben (1855), das Trauerspiel Die Fabier (1859) sowie der Romanzyklus Die Ahnen (1872–1880). Freytag war ein Vertreter des bürgerlichen Realismus. Sein Stil zeichnet sich durch eine klare, verständliche Sprache, Humor und die Darstellung bürgerlicher Werte wie Arbeit, Ordnung und Pflichtbewusstsein aus. In seinen Romanen stehen häufig Figuren im Mittelpunkt, die zwischen Leidenschaft und bürgerlicher Vernunft wählen müssen. Durch seine eingängige Erzählweise wurde Freytag zu einem der bekanntesten deutschen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts.

[vgl. Hahl, Werner (1981): Gustav Freytag. In: Häntzschel, Hiltrud (Hrsg.): Deutsche Schriftsteller im Porträt. Band 4. Das 19. Jahrhundert. Restaurationsepoche – Realismus – Gründerzeit. München: Verlag C. H. Beck. Seite 51]

Werke (9)