Daniel Defoe

Daniel Defoe

1660–1731

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Daniel Defoe wurde 1660 im Londoner Stadtteil St. Giles, Cripplegate geboren und starb am 26. April 1731 in Moorfields (London). Sein Leben war eng mit London verbunden, auch wenn er zeitweise in ganz Europa unterwegs war; Reisen führten ihn unter anderem nach Spanien, Italien, Deutschland und Frankreich und prägten sein Interesse an Politik und Wirtschaft. Er stammte aus einer Familie von Dissenters und erhielt eine umfassende Ausbildung in Sprachen, Mathematik und Geographie, was sich später in der sachlichen Genauigkeit seiner Werke widerspiegelt. Bekannt wurde er vor allem als Romanautor nach seiner Zeit im politischen Journalismus. Zu seinen wichtigsten Werken zählen Robinson Crusoe (1719), Captain Singleton (1720), Moll Flanders (1722), Die Pest zu London (1722) und Roxana (1724). Defoe gilt als Realist: Seine Sprache ist klar und nüchtern, seine Figuren handeln eigenverantwortlich im Sinne aufklärerischer Ideen, beeinflusst von John Locke. Damit prägte er entscheidend die Entwicklung des modernen englischen Romans.

[vgl. Drescher, Horst W. (1979): Daniel Defoe. In: Drescher, Horst W. / et al. (Hrsg.): Lexikon der englischen Literatur. Kröners Taschenausgabe Band 465. Stuttgart: Alfred Kröner Verlag. Seite 116f]

Werke (13)