1823–1826
Lichtenstein
- Lichtenstein: romantische Sage aus der württembergischen Geschichte / Erzählung aus dem Zeitalter des großen Bauernkrieges
Inhalt
Wilhelm Hauffs einziger Roman, erschienen 1826, entstand ab 1823 nach dem Vorbild der erfolgreichen Waverley-Romane von Walter Scott. Hauff wählt ein historisches Ereignis aus der Geschichte Württembergs: die Fehde zwischen dem Schwäbischen Städtebund und Herzog Ulrich von Württemberg. Im historischen Württemberg des Jahres 1519 geraten Liebe und Loyalität in Konflikt: Der junge Junker Georg Sturmfeder trifft auf seine Geliebte Marie – doch ihr Vater kämpft auf der gegnerischen Seite – eine Entdeckung, die ihn vor schwierige Entscheidungen stellt und die Handlung mit Spannung und romantischem Pathos vorantreibt.
[vgl. Weidner, Walter (2009): Lichtenstein. In: Arnold, Heinz Ludwig (Hrsg.): Kindler Literatur Lexikon. Band 7 Hai-Hyr. 3. völlig neu bearbeitete Auflage. Stuttgart/Weimar: Verlag J.B. Metzler. Seite 147]
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Bewertungen (1)
+1 PunkteRittergeschichte mit Herz, aber ohne Zauber
Als Fan von Hauffs Märchen bin ich auf dieses Werk aufmerksam geworden. Allerdings wurde ich enttäuscht. In seinen Märchen schätze ich Hauff sehr für seine verspielten, phantastischen, romantischen Elemente. Dieser historische Roman lässt solchen Elemente leider völlig missen, weswegen ich das Werk nur so lala fand. Zwar ist der Schreibstil wirklich schön und die Figuren sind auch recht charmant, allerdings kommt bei der Orientierung an den historischen Fakten kaum Zauber oder Spannung auf. Freunde des historischen Mittelalterromans des 19. Jh. kommen hier auf ihre Kosten. Freunden von Hauffs Märchen rate ich allerdings moderat ab.
Hörbuch: 2015 Vorleser Schmidt Hörbuchverlag
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