1866
Der Schleier im Main
- Der Schleier im Main: ein Frankfurt-Roman von 1866
Inhalt
Im heißen Sommer des Jahres 1866 wird Frankfurt am Main zum Schauplatz politischer Spannungen, persönlicher Geheimnisse und verbotener Leidenschaften. Zwischen den belebten Gassen der Stadt und den ruhigen Ufern des Mains entfaltet sich die Geschichte eines Mannes und einer Frau, deren Schicksale durch Intrigen, gesellschaftliche Erwartungen und ein dunkles Familiengeheimnis untrennbar miteinander verbunden sind.
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Bewertungen (1)
0 PunkteEine Geschichte wie ein Flickenteppich
Die Geschichte war leider kein so organisches Gespinst, wie wir das von Dumas gewohnt sind. Außerdem ist die Geschichte auch ungewohnt humorlos. Außer 2 witzigen Anekdoten über die Frankfurter (Sachsenhäuser) fehlt es dem Roman fast völlig an Zwischenmenschlichem Witz und raffiniert komischen Konversationen. Zwar mangelt es nicht an Duellen und bewaffneten Keilereien, aber ich fand den Roman echt nur so lala. Die Verlorene Hauptschlacht und die Rettung Karls waren zwar schön spannend und echt im Stile Dumas, aber der Rest der Handlung ist wie ein zusammengenähter Flickenteppich: Turpin beleidigt die Deutschen, Turpin reist nach Hannover, Turpin hat Duelle, Turpin besucht den Hannöverschen Adel, Friedrich kommt heim vom Duell… Außerdem fand ich die Figuren dieses Mal extrem farblos. Allen Voran Benedict Turpin, der keine Schwächen hat und man bekommt nie raus was er eigentlich will. Nichtsdestotrotz war es sehr interessant als Frankfurter die Einzelheiten um die Preußischen Besetzung Frankfurts zu lesen.
Wilhelm Heyne Verlag (2006)
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