Robert Louis Stevenson
Robert Louis Stevenson wurde 1850 in Edinburgh (Schottland) geboren und starb 1894 auf der Südseeinsel Samoa. Wegen einer Lungenerkrankung reiste er sein Leben lang durch Europa, die USA und die Südsee auf der Suche nach einem besseren Klima. Er studierte zunächst Ingenieurwissenschaften, anschließend Jura, entschied sich jedoch gegen den Anwaltsberuf und wurde Schriftsteller. Stevenson lebte und wirkte vor allem in Edinburgh, London, den Vereinigten Staaten und zuletzt auf Samoa. Dort entstanden viele seiner bedeutenden Werke. Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Die Schatzinsel“, „Entführt“, „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“, „Der Erbe von Ballantrae“ und der unvollendete Roman „Die Herren von Hermiston“. Außerdem schrieb er Essays, Reiseberichte, Gedichte und Dramen. Sein Stil zeichnet sich durch spannende Handlungen, psychologische Konflikte und eine kunstvolle Erzählweise aus. Im Gegensatz zum Realismus wollte Stevenson die Wirklichkeit nicht nur genau darstellen, sondern sie kreativ gestalten. Seine Romane verbinden Abenteuer mit moralischen und gesellschaftlichen Themen und sind deshalb bis heute bedeutende Werke der Weltliteratur.
[vgl. Tetzeli von Rosador, Kurt (1994): Robert Louis Stevenson. In: Fabian, Bernhard (Hrsg.): Die englische Literatur. Band 2: Autoren. 2. Auflage. München: Deutscher Taschenbuchverlag, GmbH & Co. KG. Seite 382f]